Rückschau

Eine Rückschau auf zurückliegende Veranstaltungen finden Sie hier.

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Eine spannende Veranstaltung besuchten über 100 Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klassen der Kurpfalz Realschule. Maren Gottschalk war zur Autorenlesung in die Stadtbibliothek Schriesheim angereist. Sie studierte Geschichte und Politik in München und arbeitet als Journalistin und Autorin für WDR und NDR, für die sie unter anderem Radiosendungen und Dokumentationen produziert. Auch zahlreiche Kinder- und Jugendbücher hat sie schon geschrieben. Für die Schriesheimer Schülerinnen und Schüler las und erzählte Maren Gottschalk nun aus ihrer Biographie über Sophie Scholl. Gemeinsam mit ihrem Bruder Hans war diese damals Teil der Bewegung „Die weiße Rose", die versuchte, Widerstand gegen die Diktatur des Nationalsozialismus zu leisten. Gottschalk begann ihre fesselnde Geschichtsstunde mit Anekdoten und Fotos aus Sophies Kindheit und Jugend. Im Anschluss überlegten die Jugendlichen gemeinsam mit Frau Gottschalk, wie das Umdenken Sophies zustande gekommen war, war sie doch zuerst selbst im „Bund deutscher Mädel" engagiert. Auch die Beziehung zu Fritz Hartnagel, einem Berufssoldaten, spielte dabei sicherlich eine große Rolle. Je mehr Sophie Scholl sich mit dem Thema Krieg befasste, je mehr sie auch mit Fritz in unzähligen Briefen darüber diskutierte, desto klarer wurde ihr, dass sie selbst die Haltung des NS-Regime nicht mehr unterstützen konnte. Mit der studentischen Widerstandgruppe „Die weiße Rose" riefen Sophie und Hans schließlich offen gegen den Widerstand gegen die Diktatur Hitlers auf. Als sie beim Verteilen von Flugblättern erwischt wurden, wurden sie zum Tode verurteilt. Mit nur 21 Jahren wurde Sophie Scholl wegen Hochverrats hingerichtet. Bewegt lauschten die Schülerinnen und Schüler Maren Gottschalk. Vor allem, als diese Kopien alter Dokumente zeigte und erklärte, welche Bedeutung diese Stücke bis heute für die einzige noch lebende Schwester der berühmten Geschwister Scholl haben. „Man sollte von niemandem verlangen, dass er dafür sein Leben riskiert", schließt Maren Gottschalk ihre Ausführungen ab, „aber wenn man Unrecht sieht, muss man es ansprechen!"